GESCHICHTE IN BUCHSTABEN

MAMA

Mrs. Beatrice Onyele goes down memory lane and talks about her experiences in Germany since arriving here 50 years ago:

“A native of Umuahia (south-east of Nigeria), I was born in Calabar and bred in the northern town of  Mada. Following my college education, I qualified as a staff nurse and staff midwife in Iyi-Enu Hospital, Ogidi, near Onitsha (1957-63) – a mission hospital whose motto, “To preach and to heal”, became mine and shaped my life.

„My mum said that as a child I had always wanted to be a nurse and that it was a noble profession. She was right.“

“In 1965, I took an appointment with Shell Hospital in Port Harcourt as a staff midwife. Barely one year later, I had to leave this noble hospital for Germany for family reasons. My then fiancé and later husband was studying in Germany. I had only vague information about Germany.

“The weather and language posed a very serious challenge and apart from the Black GI’s in the barracks there were very few Africans in Hanau at that time. I started working as a nurse in „Stadt Krankenhaus Hanau“ barely two weeks after my arrival and was virtually reduced to a ward maid because of language difficulties. During the following six months I always went home in tears and wanted to go back to Nigeria, but war was raging in that country and my fiancé was here.“

“I forced myself to breach the language barrier by always carrying a German-English dictionary with me and had the assistance of our German family friends. Consequently, I was able to express myself fairly well in German within a year. Moving to Frankfurt, which was more international, and working in various hospitals (University Teaching Hospital, Red Cross Hospital) helped a lot.

“I went to England in 1971 and did another one-year course in midwifery. During this time I acquired O levels in English, German, Biology and Human Biology. In 1996, I qualified as hospital administrator in Frankfurt. I have been retired since 2005.“

„However, I am still active as a volunteer. In 2004, I started a program for children of African descent in Frankfurt – Kinder Afrika Begegnen Ihrer Kultur or KABIK which is a forum that aims to impart our culture and heritage to our children. Our programme consists of storytelling, African games, riddles, fairy tales, etc. We talk with the children and listen very carefully to what they say. Racism is no longer a taboo in Germany. We know that African children are equally exposed to racism. We sensitise the parents towards listening to what their children say when they return from school or kindergarten and help them wherever assistance is needed.“

„German society is opening up gradually and its youth is contributing greatly towards this development, through travelling and mingling with people from different nations and cultures. Anyone living in Germany should learn and master the language. It makes one feel more confident and opens ways that otherwise may have remained closed. No matter how comfortable you feel living here, never forget where you come from.“

„I thank God daily for my life. Seeing my four children growing up and raising them to become able young men and seeing our grandchildren, remains my greatest achievement in Germany.”

KELECHI

Musik, Bewegung, Motivation – das sind die tragenden Säulen im Leben von Kelechi Onyele.

Es war ein langer Weg bis zu dem Punkt, an dem er heute steht. Begonnen hat er seine künstlerische Laufbahn als Tänzer in der „zweiten Reihe“ als einer von mehreren, auch wenn er mit großen Stars auf der Bühne gestanden hat. Zwar sei es einfacher, sich führen zu lassen, anstatt selbst Verantwortung zu übernehmen und selbst zu entscheiden. Damit kann man aber langfristig keinen Erfolg haben.

Ein Tänzer hat immer das Ziel „vorne“ zu stehen. Da wollte Kelechi hin, Verantwortung übernehmen und anderen Menschen neue Impulse und Inspirationen geben.

Er gründete vor vielen Jahren in Frankfurt das PLATFORM Kelechi Onyele Dance Studio und verbindet seitdem das Tanzen als Bewegungsform mit dem Coaching von Menschen aus den unterschiedlichsten Bereichen, für alle Alters- und Gesellschaftsschichten.

Mit mehr Authentizität, mehr Emotionen, die beim Coaching in Verbindung mit der tänzerischen Bewegung entstehen, lernt man entweder seine jetzige Situation zu schätzen oder andere Wege zu finden, die man vorher nicht gesehen hat. Es hilft immer einmal andere Wege als die altbekannten zu gehen. Je höher die berufliche Position ist, desto einfacher scheint es zu sein die Leute lockerer zu machen. Sie spüren wieder ihre eigenen inneren Toleranzgrenzen und fühlen, dass sie endlich mal wieder „Mensch“ sein können.

Der Erfolg bei jedem Einzelnen geht zu einem sehr großen Teil von Kelechi Onyele selbst aus: Er ist emotional, mit ganzem Herzen dabei, und er ist authentisch. Man merkt ihm sofort an, dass er „down to earth“ und ein glücklicher Mensch ist. Bei ihm kann man endlich aus professioneller Sicht verstehen, was Bewegung wirklich ist und tatsächlich bedeutet.

ENTWICKLUNG

Der Motivationscoach hat seinen Weg gefunden, der ihn stolz und glücklich macht.

Stolz, weil er es geschafft hat, aus der zweiten Reihe heraus nach vorn zu kommen. Er steht heute allein den Menschen gegenüber und trägt allein die Verantwortung dafür, dass er sie inspiriert hat, in sich hineinzuhören und anschließend voller Emotionen nach Hause zu gehen.

Das, worüber Kelechi Onyele spricht, wird man nicht nur als Worte aufnehmen, sondern als Botschaft auch spüren. Man lernt auf auf besondere Art, eine gute Beziehung aufzubauen, mehr Interesse an den Menschen zu haben, und den Job nicht stetig in den Mittelpunkt zu stellen. Aber die Menschen lernen nicht nur sich selbst näher kennen, sondern sie werden auch mit der Frage konfrontiert, ob gerade wirklich sie selbst sind oder nicht.

Er legt Wert darauf, dass seine Präsentationen zum Erlebnis werden und Teilnehmer für sich mehr mitnehmen können, als trockenen Input oder abfotografierte Texte von der Leinwand. Er benötigt keine Flipcharts oder Videos, sondern verlässt sich voll und ganz auf seine Intuition, geht persönlich auf seine Teilnehmer ein und macht ihnen besonders im Business Coaching klar, worum es ihm geht:

…um Dich, den Menschen!

Gerade Führungskräften muss bewusst sein, dass es nicht nur um Mitarbeiter, sondern um Menschen geht.  „Es geht um die Ressource Mensch, die zusammengekommen ist, um Geld anzuhäufen. Die meisten Menschen schaffen eine Menge im wirtschaftlichen Bereich, aber gleichzeitig schaffen sie sich selbst nicht. Man schafft so vieles, aber nicht sich selbst. Und daran muss man arbeiten.

Ein besonders spannendes Projekt, das ihm sehr am Herzen liegt, ist seine Tätigkeit als Spezialtrainer der DFB-Nationalmannschaft und für die besten Spieler aus U15-U20! Dabei geht es nicht um Fußballtraining. Kelechi Onyele will mit seinem Coachingkonzept Spieler und Mannschaften nicht nur in Bewegung bringen, sondern ihr Spiel emotionaler und freier werden lassen. Dabei spielen die Entwicklung der Persönlichkeit, die Fähigkeit zur Teambildung und Mentaltraining eine große Rolle. Die beweglichsten Spieler sind die erfolgreichsten – z.B Ronaldo, Ronaldinho oder Messi- und das kann man lernen.

„Ich bin sehr stolz auf die Möglichkeit, durch meine Arbeit Frankfurt etwas zurückzugeben, und das auf einer so hohen politischen Ebene, denn Fußball ist ja politisch. So kann ich einen Fingerabdruck hinterlassen. Und die Spieler wachsen mit mir im Herzen auf, entwickeln mehr Energie und mentale Stärke.“

Eine von Kelechi Onyele’s Visionen ist ein Auftrag der Bundesregierung, den Bundestag zu bewegen und mit seiner Arbeit als Bewegungsbotschafter Großes zu leisten für Themen wie Integration, Bewegung, die Rechte der Kinder oder sich für die Situation älterer Menschen einzusetzen – in Zusammenarbeit mit der Bundesregierung.

K.O. NTAKT